Freeliner – ein Erfahrungsbericht

Freeliner Sonderanfertigung mit breiter Fußtrittstütze
7. März 2016
e-Bikeboard Freeliner / Skyliner – Filmaufnahmen SWR bei OBC im eMobilitätszentrum Karlsruhe
14. März 2016
zurück zur Übersicht

Freeliner – ein Erfahrungsbericht

Vor drei Jahren habe ich mir ein sogenanntes e-Bikeboard des Herstellers e-Bikeboard AG gekauft. Ein Elektrofahrzeug mit drei Rädern, das in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommt und auch für Menschen mit körperlichen Handicaps gut geeignet ist. Es sind jedoch etwas Kraft im Oberkörper sowie Gleichgewichtssinn nötig. Mit einem „Schwebi“-Ausweis (und einem integrierten 6 km/h-Wahlschalter)kann auch die Fußgängerzone befahren werden. Das Fahrzeug verfügt über eine europaweite Straßenzulassung. Das e-Bikeboard wurde ursprünglich von dem schweizerischen Ingenieur Walter Eglials nicht-motorisierter Downhillscooter konzipiert und von ihm fortentwickelt. Seit Mai 2014 werden diese Fahrzeuge in einer eigens dafür eingerichteten Montagelinie in Karlsruhe montiert. Ich habe das Fahrzeug das erste Mal in 2010 während der Reha-Care Messe in Düsseldorf ausprobieren können. Ich suchte nach einer Mobilitätshilfe, die stabil, funktional (kann z.B. auch zusammengeklappt werden) und auch formschön ist. Diese Anforderungen werden alle von dem e-Bikeboard erfüllt. Es wird ausschließlich über Akkus betrieben. Ein abschließbarer Koffer (optional, wie bei Motorrädern) bietet ausreichend Platz für etwaige Einkäufe, Ladegerät etc. Die Reichweite einer Akkuladung liegt erfahrungsgemäß bei mindestens 20 km(ich habe immer ein Paar voll geladene Ersatzakkus dabei).Der Vertrieb in Deutschland erfolgt ausKarlsruhe. Ich habe die Betreuung auch nach dem Kauf als gut und verlässlich wahrgenommen. Die Mitarbeiter sind kundenorientiert und zeichnen sich durch Sachverstand aus. Auch für Kunden die weit von Karlsruhe entfernt wohnen, gibt es Möglichkeiten für Wartung und Reparatur. Individuelle Anpassungen des Fahrzeugs sind ebenfalls möglich. Ich kann das Fahrzeug uneingeschränkt empfehlen. Es erleichtert beispielsweise Einkäufe, erhöht den Aktionsradius und trägt damit zur Steigerung der Lebensqualität bei. Unter www.der-freeliner.de sind weitere Informationen erhältlich. Für Fragen stehe ich auch unter oz_mobil@yahoo.de zur Verfügung. Bei einer Anschaffung ist zu beachten, dass das Fahrzeug keine Hilfsmittelnummer hat. Sollten die Kosten im Zuge der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden, ist zu beachten, dass die steuerlichen Anforderungen in den letzten Jahren bedauerlicherweise weiter verschärft worden sind. Es bedarf vor Anschaffung eines Nachweises über die Notwendigkeit („Zwangsläufigkeit“). In meinem Fall hat eine Stellungnahme des mich behandelnden Neurologen gereicht (ob dies auch in anderen Fällen so ist, sollten Sie ggf. vor Anschaffung klären). Anmerkung der Redaktion: (sc) Im letzten Muskelreport 3/2014 wurde der Ratgeber „Mobitipp Elektromobile“ vorgestellt. Hier findet sich u.a. eine Marktübersicht und Tests/Fahrberichte von 11 ausgewählten Elektromobil-Modellen, darunter auch der Freeliner.

Olaf Z.